Der Argentinier Matias Bocchio wurde 1984 in La Pampa geboren. Im Anschluss an sein Kompositionsstudium an der Universidad Nacional de Córdoba absolvierte er den Masterstudiengang Gesang mit Profil Neue Musik bei Prof. Frank Wörner an der Musikhochschule Stuttgart. Seine Gesangsausbildung erweiterte er bei Anna Escala, Rebecca Martin, Ulrike Sonntag und Matthias Klink.

Sein solistisches Operndebüt gab Matias Bocchio als Kommissar Kurt Wallander in der Oper W – The Truth Beyond des schwedischen Komponisten Fredrik Sixten. Das Werk wurde unter Leitung des Universitätsmusikdirektors Philipp Amelung im August 2016 in Tübingen und in Ystad uraufgeführt und vom Publikum wie auch der Presse als großer Erfolg gefeiert. Weitere Titelnrollen sang im 2017 Matias Bocchio im Theater Nordhausen bei Bonnie und Clyde (UA) von Christian Diemer und im National Oper Kiev, bei Panne, Sale, Sabbia (UA) von Carmine Cella.

Seine erste Opernerfahrung sammelte Matias Bocchio in Argentinien, in kleine Rollen beteiligt und als Mitglied des Opernchores des Teatro del Libertador Córdoba. Des Weiteren nahm er an verschiedenen Meisterkursen teil, u.a. bei James Taylor an der Bachakademie Stuttgart und im Bereich Freie Improvisation bei Lauren Newton. Als Student war er im Rahmen des Studios für Stimmkunst und Neues Musiktheater unter Angelika Luz und in enger Zusammenarbeit u.a. mit den Komponisten Malte Giesen, Klaus Lang, Hui Hui Cheng an zahlreichen szenischen Uraufführungen sowie Musiktheaterstücken aus dem 20. und 21. Jahrhundert beteiligt. Dank seines breiten und vielseitigen Repertoires, das von der Renaissance bis in die heutige Zeit reicht, nimmt er viele Engagements als Konzertsolist für das klassische Repertoire der Kirchenmusik aber auch zeitgenössischer Werke wahr.

Zurzeit ist Matias Bocchio auch als Sänger diverser Vokalensembles und Chöre zu hören. Er hat mit der Gächinger Kantorei der Internationalen Bachakademie Stuttgart, dem ChorWerk Ruhr, dem Vokalensemble Schola Heidelberg, dem Forum Neue Vokalmusik und dem Stuttgarter Opernchor unter der Leitung von renommierten Dirigenten wie Helmut Rilling, Hans Cristoph Rademann, Howard Arman, Walter Nußbaum und Johannes Knecht u.a, gesungen.